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Server-Auswahl

Dokumenttyp: Developer Playbook
Status: Draft v0.1
Stand: 2026-06-29
Prinzip: Allgemeine Anleitung mit Praxisbeispiel aus Immohai

Ziel

Dieses Dokument beschreibt, wie ein geeigneter Cloud-Server für ein Softwareprojekt ausgewählt wird.

Hintergrund

Ein eigener Linux-Server ist für viele private und kleinere professionelle Softwareprojekte sinnvoll, weil er eine stabile, zentrale und jederzeit erreichbare Umgebung bereitstellt. Er eignet sich besonders gut für Projekte, die mit Docker, Webanwendungen, Datenbanken, APIs und Dokumentationsseiten arbeiten.

Auswahlkriterien

Bei der Auswahl eines Servers sollten folgende Kriterien geprüft werden:

Kriterium Bedeutung
Standort Datenschutz, Latenz, rechtlicher Rahmen
CPU Ausführung von Anwendung, Datenbank, Docker-Containern
RAM wichtig für Docker, Datenbanken und Build-Prozesse
SSD Speicher für Code, Container, Logs, Datenbank
IPv4 meistens erforderlich für einfache Erreichbarkeit
Backups Absicherung gegen Datenverlust
Skalierbarkeit späterer Wechsel auf größere Server

Anbieter

Für private Projekte sind besonders einfache Cloud-Anbieter sinnvoll. Im Immohai-Projekt wurde Hetzner Cloud gewählt.

Warum Hetzner?

  • Rechenzentren in Deutschland
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • einfache Oberfläche
  • schnelle Serverbereitstellung
  • Docker problemlos nutzbar
  • einfache Skalierung

Empfohlene Startkonfiguration

Für ein kleines bis mittleres Entwicklungsprojekt reicht typischerweise:

Komponente Empfehlung
Betriebssystem Ubuntu LTS
CPU 2 vCPU oder mehr
RAM 4 GB oder mehr
SSD mindestens 40 GB
IPv4 aktivieren
Backups aktivieren, wenn produktive Daten entstehen

Praxisbeispiel Immohai

Für Immohai wurde ein Hetzner Cloud Server mit Ubuntu LTS verwendet.

Konkrete Projektentscheidung:

Punkt Entscheidung
Anbieter Hetzner Cloud
Standort Deutschland, Hetzner Cloud
Betriebssystem Ubuntu LTS
RAM 4 GB
CPU 2 vCPU
Zweck Docker, MkDocs, später Backend, Datenbank und Frontend

Die Konfiguration wurde bewusst klein gewählt, da Immohai zunächst ein persönliches Werkzeug ist und keine große SaaS-Plattform.

Best Practices

  • Für den Start nicht überdimensionieren.
  • Backups frühzeitig einplanen.
  • Ubuntu LTS verwenden.
  • Servernamen sprechend wählen.
  • Infrastrukturentscheidungen dokumentieren.

Typische Fehler

Fehler Folge Lösung
Zu großer Server unnötige Kosten klein starten und skalieren
Kein Backup Datenverlust möglich Backup-Strategie festlegen
Exotisches Betriebssystem schlechtere Dokumentation Ubuntu LTS verwenden
Kein IPv4 schwierigere Erreichbarkeit IPv4 aktivieren

Checkliste

  • [ ] Anbieter gewählt
  • [ ] Servergröße festgelegt
  • [ ] Ubuntu LTS ausgewählt
  • [ ] IPv4 aktiviert
  • [ ] Backup-Strategie entschieden
  • [ ] Servername festgelegt